Zum Entwicklungsweg von Technikerinnen und Technikern
Nach einer ingenieurwissenschaftlichen Bildung ist man durchhaus nicht an die Lösung ausschließlich technischer Probleme gebunden. TechnikerInnen müssen nicht auf diesem Weg bleiben, den die meisten als ihren ersten beruflichen wählen.
Es gibt viele Entwicklungsmöglichkeiten in andere Richtungen, die sich oft erst später, manchmal sogar erst Jahre nach dem Berufseinstieg eröffnen.
Man tut jedenfalls gut daran im Lauf des Lebens das zu werden, was man eigentlich schon ist, das könnte man als die immerwährende Lebensaufgabe autonomer selbstreflektierender Menschen bezeichnen. Wie entdeckt man was man wirklich ist? Nun, man nützt jede Chance und Gelegenheit, die sich dazu bietet und gibt sich vor allem die Zeit, die es braucht um solche Gelegenheiten zu finden. Es ist nicht notwendig, dass der Weg von Beginn an klar vor einem sichtbar ist. In Wahrheit ist er das für die wenigsten Menschen und jede Hilfe, die sich anbietet sollte willkommen sein. Der Weg kann und soll sich entwickeln.
Wie auf dem Bildungsweg ist der Erfolg auch in Unternehmenslaufbahnen nicht nur eine Frage des Karrieredesigns sondern auch eine Frage der Chancen und des Erkennens dieser Chancen und schließlich eine Frage der Umgebung, die einem solche Chancen bietet oder nicht.
Nicht die kürzeste Studiendauer sondern die am besten genützte ist die wertvollste. Die zur Selbstbildung genutzte Zeit wird später die wichtigste Voraussetzung für Freude und Erfolg angesichts vielfältiger Herausforderungen, von denen wir an der Universität aber auch in den Unternehmen zum Zeitpunkt des Studienbeginns oder des Berufseinstiegs noch gar nicht abschätzen können, welche es in einigen Jahren tatsächlich sein werden. Die Breite unseres Bildungshorizonts ist die Grundlage für die Breite der Einsatzmöglichkeiten.
Walter Ehrlich-Schupita
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